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28. Mai 2026 um 10:40 Uhr #673
J
GastIch war dieses Jahr bei der DAM dabei und möchte eine Rückmeldung loswerden, die mir wichtig ist.
Ihr habt euch mit eurem Awareness-Konzept einen hohen Anspruch gegeben und ich finde es grundsätzlich gut, dass ihr Diskriminierung aktiv adressiert. Aber genau deshalb fällt auf, was fehlt: Antisemitismus wird nicht erwähnt.
Auf der DAM 2026 hatte die Palästinensische Gemeinde Kassel e.V. einen Stand. Das ist ein Verein, der auf seiner Website nicht nur Kulturarbeit macht, sondern auch politisch aktiv Israel-kritische Positionen vertritt. Vor dem Hintergrund eines Awareness-Konzepts, das Rassismus, Sexismus und Homophobie explizit benennt, aber Antisemitismus nicht, sendet das ein klares Signal.
Euer eigener Anspruch ist, dass sich alle Menschen auf der DAM sicher und willkommen fühlen sollen. Das schließt jüdische Teilnehmende ein. Wer Antisemitismus nicht benennt, aber den beschriebenen Rahmen schafft, verfehlt diesen Anspruch. Ich war damit nicht allein, andere Teilnehmende vor Ort waren mindestens genauso irritiert.
Deshalb meine Frage an die Orga: Warum fehlt Antisemitismus im Awareness-Konzept?
28. Mai 2026 um 12:12 Uhr #675madame heidrun
Gasthallo j. (?)
danke für deine kritik. du hast völlig recht: antisemitismus ist auch für uns überhaupt nicht okay, aber wie so viele sind auch wir nicht perfekt – und der ansicht, dass sich die „awareness und faire haltung auf einer DAM“ nicht daran bemessen lassen, ob alle entsprechenden antidiskriminierenden adjektive benannt wurden. darüber hinaus verstehen wir israel-kritische positionen auch nicht automatisch als antisemitismus.
insgesamt wirft das alles aber interessante fragen auf und es ist schade, dass ihr, die ihr das auf der DAM problematisch fandet, uns nicht vor ort darauf angesprochen habt.
melde dich aber gerne noch mal, wir sind weiter gesprächsbereit…
beste grüße, madame heidrun.28. Mai 2026 um 12:18 Uhr #676J
GastDanke für die Antwort.
Aber meine eigentliche Frage wurde nicht beantwortet: Warum steht Antisemitismus nicht im Awareness-Konzept? Das ist keine Frage nach Perfektion, sondern nach einer konkreten Entscheidung.
Den Hinweis auf Israelkritik verstehe ich nicht als Antwort darauf. Ich habe nicht behauptet, dass Israelkritik automatisch Antisemitismus ist. Es geht darum, dass ein Verein mit klar politischer Ausrichtung auf einer Veranstaltung einen Stand hatte, deren Awareness-Konzept Antisemitismus nicht einmal benennt. Das ist ein Widerspruch, der erklärt werden sollte.
Und der Vorwurf, wir hätten euch vor Ort ansprechen sollen: Das ist fair, aber er ändert nichts an der Frage. Die Antwort darauf wäre dieselbe gewesen.
28. Mai 2026 um 14:11 Uhr #677madame heidrun
Gasthallo j.
da sind offensichtlich einige spannungen im raum.
aber um deine frage zu beantworten:
wir haben offensichtlich vergessen, den begriff antisemitismus explizit mit im konzept aufzulisten, sagen aber gleichfalls NEIN dazu…unbenommen davon bleibt die tatsache, dass sich dies alles vor ort sicher hätte besser und weniger konfrontativ besprechen und klären lassen.
bg, madame heidrun.
28. Mai 2026 um 14:17 Uhr #678J
GastKonfrontativ war mein Beitrag nicht, ich habe sachlich auf einen Widerspruch hingewiesen. Das sollte auf einer Veranstaltung mit diesem Anspruch möglich sein, auch schriftlich.
Und warum nicht vor Ort: Weil es in einem Umfeld, das politisch so klar positioniert ist, nicht einfach ist, dieses Thema anzusprechen ohne dass es sofort als Angriff gewertet wird. Das ist selbst ein Hinweis darauf, dass das Klima auf der DAM nicht so offen ist, wie der Anspruch suggeriert.
28. Mai 2026 um 14:43 Uhr #679J
GastIch fasse kurz zusammen: Ich habe eine konkrete Frage gestellt, die zuerst gar nicht, dann mit „vergessen“ beantwortet wurde. Mein sachlicher Beitrag wurde als konfrontativ bezeichnet und es wurde wiederholt darauf hingewiesen, dass man das lieber vor Ort besprochen hätte. Das ist keine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Widerspruch, den ich benannt habe.
Für mich ist damit eigentlich alles gesagt. Der Widerspruch steht im Forum, wer ihn lesen will kann das. Ich hoffe, dass er beim nächsten Jahr berücksichtigt wird.
28. Mai 2026 um 21:05 Uhr #680Henrik
GastHallo,
einen Widerspruch oder unzureichende inhaltliche Auseinandersetzung der VeranstalterInnen
sehe ich persönlich hier nicht.
ich habe mich bei der Siegerehrung darüber gefreut, dass im zweiten Redebeitrag nochmals explizit jede Form von Diskriminierung verurteilt wurde. Das habe ich für eine sehr notwendige Ergänzung gehalten, die dann aber auch kam. Das hat für mich die Haltung der OrganisatorInnen gut gespiegelt.Ich empfinde ebenso die erste Antwort von Heidrun als ausreichend: nein zu Antisemitismus wurde nicht bewusst weggelassen oder politisch motiviert gar durch einen palästinensischen Falafelstand kontaktieret. J, du scheinst aber genau das weiter zu implizieren, denn deine Frage wurde ja beantwortet.
Wäre es ein griechischer Essensstand inklusive Flagge gewesen hätte da kein Hahn nach gekräht. Eine Verbindungslinie vom palästinensischem Falafelstand zum Awarenesskonzept zu ziehen, welches den Passus nein zu Antisemitismus vermissen lässt, halte ich demnach für konstruiert. Denn das würde ja wirklich nur einen Schluss zulassen: die OrganisatorInnen der DAM haben bewusst einen Essensstand gewählt, um ein politisches Zeichen zu senden und diese Nachricht verstärkt indem sie das Awarenesskonzept diskriminierend formulieren.
Klar ist aber auch, dass Palästina immer eine politische Komponente mitbringt, die bei beispielsweise griechischem Essen nicht auftauchen würde. Das anzusprechen finde ich legitim und ist bestimmt eine super Info für die Freiburger nächstes Jahr. Das habe ich aber nicht mit dem Awarenesskonzept oder der politischen Haltung des Orgateams in Verbindung gebracht. Warum auch.Manchmal sind Falafel nur Falafel.
Wenn wir uns mal davon lösen den VeranstalterInnen eine antisemitische Intention zu unterstellen und dir wording wichtig ist: nehmt doch die Anmerkung von J für nächstes Jahr auf, denkt über eine noch inklusivere Sprache nach oder nennt weitere Gruppen, wenn sich manche an catch all Begriffen stören: nein zu Trans- und Interfeindlichkeit, Antiziganismus, Ageismus, Bodyshaming, religiöse Diskriminierung jeder Art, Xenophobie und Misogynie (…).
Diese Begriffe lässt das Awarenesskonzept auch explizit vermissen. Daraus resultiert aber für mich keine Annahme, dass diese DAM unter dem Stern auch nur einer dieser Begriffe stand.
Ich habe noch nie eine politisch stabilere Bubble als die DAM erlebt und das ist doch wundervoll. Ich hoffe, dass dort nicht eine einzige Person antisemitisch eingestellt war.
Lass uns das feiern, statt uns in Vorwürfen zu verlieren. Die sollten und müssen wir alle denen machen die wirklich antisemitisch eingestellt sind. Auch das kam in den Redebeiträgen der Teams zur Geltung. Vielen Dank dafür, an jedes einzelne Team und vor allem vielen Dank an die VeranstalterInnen.
29. Mai 2026 um 14:01 Uhr #685Ralph
GastLiebe J, lieber J,
Es ist keine gute Angewohnheit, Meinungen und Forderungen anonym zu schreiben.
Warum?
Das gibt jede sinnvolle Sache einen schlechten Geschmack!29. Mai 2026 um 14:53 Uhr #687jj
GastMoin aus Iserlohn.
Ich finde die konstruierte Schwurbelei hier sehr befremdlich.
Zumal sich die Palästinensische Gemeinde zu dem Thema eindeutig äußert (nachzulesen auf ihrem insta-Auftritt):
„Wir sind eine Kulturorganisation. Wir stehen für Begegnung, Dialog und die Weitergabe palästinensischen Erbes. Antisemitismus hat bei uns keinen Platz“
An die Veranstalter: Danke für diese phantastische Veranstaltung.30. Mai 2026 um 16:51 Uhr #692Marko
GastWer sucht der findet…
Erstmal vielen Dank an das Orga-Team für dieses Fair-Flair während der DAM.
Nach 30 Jahren wieder dabei sein zu können und mit Menschen aller geistigen Himmelsrichtungen in einer Gemeinsamkeit zu sein…einfach wunderbar! 🙂
Die DAM war schon immer unabhängig von DFB-Statuten und politischer Indoktrination.LPF
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Marko Bongo-Bongo -
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